Aus Sicht der GRÜNEN im Landtag ist das Tenure-Track-Programm für Nachwuchswissenschaftler ein wichtiger Baustein für Forschung und Lehre in Hessen. „Durch das Bund-Länder-Programm stehen zusätzliche Mittel für den wissenschaftlichen Nachwuchs bereit, mit denen so genannte Tenure-Track-Stellen gefördert werden. Diese Stellen geben jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine verlässliche berufliche Perspektive, weil der Karriereweg zur unbefristeten Professur damit transparenter und planbarer für sie wird“, erklärt Nina Eisenhardt, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag. Wissenschaftsministerin Angela Dorn gab heute die Absicht zur Umsetzung des Tenure-Track-Programms gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Technischen Universität Darmstadt bekannt.

Hessen ist es gelungen, in der ersten Bewilligungsrunde 39 Tenure-Track-Professuren aus dem Bund-Länder-Programm zu erlangen. „Das ist eine sehr gute Nachricht für den akademischen Nachwuchs, denn oft ist der Weg zu einer Lebenszeitprofessur innerhalb des deutschen Wissenschaftssystems langwierig und nur wenig planbar. Mit den Tenure-Track-Stellen erhalten Nachwuchswissenschaftler eine gesicherte Entwicklungsperspektive“, so Eisenhardt. „Die neuen Tenure-Track-Professuren sind zugleich eine Chance für den Wissenschaftsstandort Hessen, denn mit diesen Stellen können unsere Universitäten auch international um exzellentes Spitzenpersonal konkurrieren und es zu uns nach Hessen holen.“

Hintergrund: Der Bund stellt den Ländern Fördermittel für die Tenure-Track-Professuren zur Verfügung. Diese müssen bis 2037 belegen, dass sie das Geld auch für den Aufwuchs und die dauerhafte Implementierung solcher Stellen verwenden. Es sind allerdings die Hochschulen, die in ihrer Autonomie das Programm umsetzen. Daher haben das Land und die Hochschulen eine Vereinbarung über die Umsetzung geschlossen.